Metallfreie Versorgung
Metallfreie Versorgung bedeutet, dass Füllungen, Inlays, Kronen oder Brücken ohne Metall auskommen. Verwendet werden vor allem Keramik und zahnfarbene Kunststoff-Verbundmaterialien. Keramik wird häufig gewählt, wenn das Aussehen wichtig ist oder möglichst wenige unterschiedliche Materialien im Mund sein sollen.
Nicht jedes Material eignet sich für jede Situation: Größe des Defekts, Belastung beim Kauen und Zustand des Zahns entscheiden mit. Praxen mit diesem Schwerpunkt beschreiben im Profil, welche Materialien sie einsetzen, wie sie die Auswahl besprechen und ob sie Keramikrestaurationen selbst fertigen oder mit einem Labor zusammenarbeiten.
Übernimmt die Kasse metallfreien Zahnersatz?
Für Kronen, Brücken und Prothesen zahlt die gesetzliche Krankenkasse einen befundbezogenen Festzuschuss. Er richtet sich nach der Regelversorgung, nicht nach dem gewählten Material. Wer eine Keramikversorgung wählt, die darüber hinausgeht, trägt die Mehrkosten selbst. Ein regelmäßig geführtes Bonusheft erhöht den Festzuschuss. Vorab erstellt die Praxis einen Heil- und Kostenplan, den die Kasse genehmigt.
Und bei Füllungen?
Seit dem Amalgamverbot in der EU zum 1. Januar 2025 übernehmen die gesetzlichen Kassen eine amalgamfreie Standardfüllung. Aufwendigere Füllungen oder Keramikinlays sind mit Mehrkosten verbunden, die Praxis und Patient vorab schriftlich vereinbaren.
Quellen: KZBV (Festzuschüsse, Mehrkostenregelung); Bundeszahnärztekammer (BZÄK)